Die Kunst der Wahrnehmung – Wie sehe ich dich? So wie du warst? So wie du jetzt bist? So wie du sein möchtest? Die Gegenwärtigkeit in der Beziehung beginnt in unserem Inneren

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Kunst der Wahrnehmung

 

Sehe ich das Gestern von dir, wie du warst,

sehe ich dich, wie du bist,

oder so wie du sein wirst,

wenn ich die schönste und trefflichste Annahme über dich treffe?

 

Wie ist mein inneres Bild von Dir,

bevor ich mich dir zu wende?

Wie ich innerlich, mit dir bin

beeinflusst schon Sekunden vorher,

wie du zu mir sein wirst.

 

Bevor ich auch nur ein Wort gesprochen habe, hat mein Körper gesprochen. Und bevor mein Körper schon gesprochen hat, hat mein inneres Bild über dich gesprochen.

Die Frage ist, wie mutig kann ich sein, die Verantwortung dafür  zu übernehmen, dass du dich möglicherweise so verhältst, wie ich DIR „typische Charakterzüge“ immer wieder zu schreibe. Wenn mein Bild von dir etwa ist, dass „du immer andere kritisierst“, kann ich sicher sein, dass du schon – 3 Sekunden vorher – eine Nachricht von meinem Körper bekommen hast.
Wird das dich entspannen, wirst du dadurch sanft? Nein – Du wirst wieder im gleichen Maße reagieren, so wie ich es schon 3 Sekunden vorher erwartet habe. Die Macht der Körpersprache.

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Was passiert, wenn ich beginne – zu erst in mir – dich und mich im Licht der Akzeptanz, des „Du und ich sind okey, wie wir sind.“ und des Willkommen seins, betrachte?

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„Wenn ich mein erstes Wort erst im zweiten Schritt an Dich richte.“

 

Ich – dann – beobachte, wie mein Körper, meine Haltung und meine Mimik sich verändert und ich – erst dann – mein ERSTES Wort an dich richte.

Das ist Gegenwärtigkeit der Beziehung.

Und nur die Stille vermag den Raum dafür zu schaffen.

So kann eine heilsame Handlung sein, sich ein Armband um sein Handgelenk

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zu legen und eine neue Gegenwärtigkeit zu üben: Die ersten Worte erst im zweiten Schritt an den anderen zu richten und jedes Mal, wenn du auf jemanden zu gehst –

kannst du dein Armband für einen Moment achtsam berühren. Stelle dir einen Faden vor, der an deinem Armband beginnt und dich nach innen führt.  Dort wo dein innerer Dialog mit deinem Kind, mit deinem Partner, mit einem Kollegen oder deinen Eltern längst begonnen hat.

Werde dir dann ganz gewahr, WIE DEIN BILD gerade über Dich und den anderen IST? Und wie verändert sich das innere Bild, wenn du dir leise zuflüsterst:

 

„DU und ICH sind OKEY, so wie WIR sind. „

„Ich sehe nur deine und meine einzige Wahrheit, dass Du  und ich wundervoll sind, gleich, wie wir jetzt gerade sind.“

 

Spüre, wie Dein Körper sich verändert, nehme auch den Widerstand an, der SEIN darf. Nehme deinen Atem wahr und wie deine ganze Körperhaltung und deine Gesichtszüge sich ganz leise sanft verändern.

Doch kultiviere die Stille vor jedem Wort.

Gerade, wenn du alte Wunden mit dir trägst. Sonst werden immer nur deine Wunden mit dem anderen sprechen und nicht dein Herz.

Menschen mit Traumatisierungen erleben es als sehr heilsam, diese Achtsamkeit zu ihrer neuen Lebensphilosophie werden zu lassen. Denn in uns sind Gefühle, die nicht von unserem gegenüber wahr genommen werden wollen. Sie wollen nur von UNS gesehen, gefühlt und akzeptiert werden. Und wenn wir uns auf diese heilsame Arbeit in unserem INNEREN einlassen und auch uns Geduld schenken, dann ist das Feuer schon innen gelöscht und wir können uns auf den anderen auf eine neue heilsame Weise einlassen.

In diesem Sinne, wünsche ich Dir viel Freude und Gegenwärtigkeit für dich, deine Gefühle und deine Beziehungen.

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