Ein Poetry Slam über die EigenSinnigkeit für Eltern und ihre Kinder

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Ich teile meinen ersten Poetry Slam mit Dir. Bei mir kannst Du atmen, verweilen und ganz Dir Zeit und Langsamkeit schenken. 

Eure Melanie


 

E  i  g  e  n  s  i  n  n

 

 

Schon immer war ich eigensinnig

Von alleine wollt ich steh´n

Von alleine wollt ich geh´n

Von allein den Stift beweg`n

und den Löffel verbieg`n

 

Meine Erfahrungen so ganz alleine mach`n

und dabei  von Herzen

über mich selber lach`n.

All die Fehler schmecken,

die meinen Lebensgeist weck`n.

 

Wenn da nicht die andern wär`n

 

Die Erwachsenen

Die es immer gut mit mir meinen.

Die immer zu meinem Wohle lenken.

Und dabei das Schiff beinahe alleine versenken.

Die mich vor jedem Unheil bewahren woll´n

 

Meine Wut und Aggression

Meine Tobsucht und mein Heul`n

So ganz überrascht und übertieb´n  seh´n

Und dabei selber in die Luft geh´n

 

Und die mich

so ganz nach ihrem Willen

Ihre Base nicht chillen

 

Diese Supermächte

Die manchmal so verzweifelt wirken

Weil sie alles dafür tun würd´n

Das ich nicht den gleichen Fehler begeh,

wie sie einst auf Übersee.

 

Sie woll`n für mich das Fernglas in die Zukunft sein.

Sie woll`n mir jeden Schritt vorenthalten.

Ja ich weiß,

Ihre Meinung als aller Weisheit behalten.

 

Sie wollen eben immer zu das Beste für mich.

Und lassen ihr eigenes inneres Kind beinahe mit im Stich.

Aber sei Dir gewiss, ich warte auf Dich.

 

 

Ganz nebenbei

wollen sie auch nicht ihr Gesicht verlieren.

Von der Gesellschaft verurteilt werden,

für ihre Erziehungsfehler,

für ihr scheinbares Versagen,

den 1. Platz ertragen.

 

Sie wollen und ziehen, Sie drücken und pressen,

sie lenken und stoppen, Sie brechen und sticheln,

Sie drohen und streichen, sie erpressen und verneinen,

manchmal auch machtlos weinend,

und alles

 

Liebe

 

Weil sie es niemals zulassen woll´n,

das mir  dunkle Nächte erspart bleiben soll`n

verrücktestes Paradox,

wenn ich das doch nur endlich versteh´n würd,

ist die Krux.

 

 

Statt Dankbarkeit und Vernunft,

Statt Respekt und Einsicht,

Statt Ja-Sagen und Weitsicht,

 

 

schenke ich Euch

aus vollem

Herzen:

 

Widerstand und Streik,

Beharrlichkeit und Eigensinn,

Rebellion vom Feinsten.

 

Ich weiß,

und Ihr seht

 

die Felle davon schwimmend,

die Hoffnung aufgebend,

die Kontrolle abgebend,

den Ruf verlierend.

 

und ich die T r ä n e n sehend.

 

Doch glaub mir,

all das Ganze hat ein Ziel.

 

Damit

Ihr

mit Euch

selbst

Versöhnlichkeit

findet

und

Euer

eigenes

Kellerkind

findet.

 

Denn es ist Zeit,

dass ihr

Eure eigene Wut

selbst haltet.

 

Ihr alles da innen drin

in Euch selbst befreit.

Und alles in Euch

seinen Raum findet.

 

Und während Ihr Euch

SELBST

 begegnet

und so aller Hand

da

DRINNERN

in EUCH

findet!

 

Verspreche ich,

werdet Ihr

 

 

K  r  a  f   t  

 

finden.

 

 

Kraft

mich als Euer Spiegelbild

zu erkennen.

 

Kraft mich zu lieben, wie ich bin.

Kraft mich zu sehen,

wie viel ich bin.

 

Kraft mich

alles

sein

zu

lassen,

was

ich

S E I N

möchte.

 

 

Und dabei

unerschütterlich

mir

H A L T

zu sein.

 

 

Denn ist das nicht unser aller Sehnsucht?

 

Heim kehren

Gehalten werden

Gesehen werden

Akzeptiert werden

 

 

Und mich

vielleicht

auch

a u s z u h a l t e n.

 

Mit

a l l e m

was ich (und Du) j e t z t  gerade bin.

Und im Übrigen

nicht für immer bin.

 

 

Denn ich bin

 

Sonne und Mond

Ebbe und Flut

Tag und Nacht

Yin und Yang

Laut und leise

 

 

U N D

DU

 

 

die

Kraft

mich und D I C H

auf zu fangen

und

mit offenen Armen

mich zu empfangen.

 

 

Mit all unseren Kostbarkeiten

Und auch den herrlichen Unzulänglichkeiten.

 

 

Die ganzen Scherben in mir zusammen klebend

Das Gute und Schlechte zusammen webend

All das  GANZE in mir  zu seh´n.

Mir den haltenden Raum gebend.

 

 

Den ich

so sehr brauche!

 

 

Den Raum,

den Du

dir so

selten

gibst!

 

Wozu das alles?

 

Um in mir den Frieden zu erst zu finden, statt in der Welt zu suchen.

Um mich aus ganz eigenem Willen nach dem Guten sehne.

Aus ganz eigenem Willen für das Gute entscheide.

Aus ganz eigenem Willen das Gute teile.

Und dabei nicht das Schlechte

in mir verbanne.

Weil ich

das

einfach

nicht

will.

Weil

Ich

bin

wie

Ich

als

Ganzes

sein

will.

 

 

Weil ich schon die Gewissheit in mir trage,

dass alles in mir sein darf.

Alles einen freundlichen Raum braucht.

 

Alles einen warmen Ofen

sucht.

 

 

Und so

F   r   i   e   d   e   n

geht.

 

 

Und Ihr dann versteht:

 

 

Das wir alles in uns tragen

und es uns nur nicht wagen,

ES öffentlich zu sagen:

Das in mir (und dir)

alles LEBT und es so sein darf.

Wir haben gemeinsam noch einen langen Weg.

 

Versöhnlichkeit und Geduld

der einzige Weg.

 

Deshalb lass uns die Türen öffnen,

Und lass uns von Herzen

den Ofen anschmeißen!

 

Lass uns die Wortverletzungen

als Papierfetzen zerreißen!

 

Lass uns dort am Ofen treff´n

unsere Wunden und Fehler erwärm`n

Lass alles in uns nebeneinander existieren lern`n

 

 

Denn es gibt diesen Ofen,

dort können wir uns treffen,

jenseits von Richtig und Falsch

Und von dort aus herzhaft

über unsere Fehler lachen.

 

 

Es gibt noch so vieles zu erforschen

wie Worte Fenster öffnen oder Mauern sind.

Und wie wir die unzähligen Brücken bauen.

 

 

Aber sei Dir gewiss,

ich geh meinen Weg!

 

 

Denn ich heiße auch

 

P  u  b  e  r  t  ä  t.

 

E i g e n s i n n

 ist mein Geschenk.

 

Nur eins wünsch ich mir von Dir

 VERTRAUE

mir.


© geschrieben von Melanie Geyerman,  Copyrights M. Geyermann 2017

Alle Rechte gehören der Autorin

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